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Alles Gute für Engagement und Ehrenamt

Alles Gute für Engagement und Ehrenamt

Deutsche Stiftung für
Engagement und Ehrenamt feiert ersten Geburtstag

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) feiert ihren ersten Geburtstag. Seit einem Jahr engagiert sich die DSEE von Neustrelitz aus für die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in ganz Deutschland. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gratulierte im Rahmen der Jubiläumsfeier in Schwerin.

  • Bereits im ersten Jahr konnte die Stiftung rund 1.900 gemeinnützige Vorhaben mit über 20 Millionen Euro unterstützen
  • Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, gratulierte im Rahmen einer Bootstaufe des Drachenbootclubs DC Zuarin e.V. in Schwerin
  • Ins neue Lebensjahr startet die Stiftung mit drei neuen Programmen: „Engagiertes Land“, „100xDigital“ und „Bildungsturbo“

Neustrelitz, 28. Juni. Seit einem Jahr fördert die DSEE Engagement und Ehrenamt in Deutschland. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Themenfeldern Nachwuchsgewinnung und Digitalisierung sowie auf der Stärkung strukturschwacher und ländlicher Regionen. Mit dem Förderprogramm „Gemeinsam wirken in Zeiten von Corona“ konnte die Stiftung schon wenige Monate nach ihrer Gründung ein erstes wirksames Zeichen setzen und über 1.900 gemeinnützige Vorhaben mit mehr als 20 Millionen Euro unterstützen. Ein Grund zu feiern!

Das fand auch Manuela Schwesig. Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommerns taufte anlässlich des Stiftungs-Geburtstags ein von der DSEE gefördertes Boot des Drachenbootclubs DC Zuarin und nutzte die Gelegenheit, um sich bei einer kleinen Drachenboottour über das Engagement des Vereins vor Ort zu informieren.

„Mich beeindruckt immer wieder, mit wie viel Leidenschaft und Kreativität sich ehrenamtlich engagierte Menschen für unsere Gemeinschaft stark machen und wie viel sie damit bewirken können. Die Stiftung hat es geschafft, sich als bundesweite Anlaufstelle für die Engagierten bekanntzumachen. Beratung, Service und Seminare sind sehr gefragt. Ich gratuliere sehr herzlich zum einjährigen Bestehen und wünsche für die Zukunft viel Erfolg.“

Das Ziel der DSEE: Engagement und Ehrenamt nachhaltig stärken

Die Gründung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt geht auf eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI), sowie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zurück und setzt eine zentrale Empfehlung der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ um.

Um Engagierte mit Beratungs-, Informations- und Qualifizierungsangeboten nachhaltig zu stärken, baut die Stiftung aktuell ein Zentrum zur Strukturstärkung in ländlichen und strukturschwachen Räumen sowie ein Service- und ein Kompetenzzentrum als zentrale Anlaufstellen für Engagement und Ehrenamt auf.

Noch mehr Unterstützung fürs Ehrenamt: Drei neue Programme starten

Ins zweite Jahr startet die Stiftung mit gleich drei neuen Programmen zur Stärkung von Engagement und Ehrenamt.

Engagiertes Land fördert sektorübergreifende Netzwerke für Engagement und Beteiligung in strukturschwachen Dörfern, Kleinstädten und Gemeinden mit bis zu 10.000 Einwohner:innen.

100xDigital unterstützt bis zu 100 gemeinnützige Organisationen bei der Umsetzung einer digitalen Herausforderung. Neben einer finanziellen Förderung von regelmäßig bis zu 20.000 Euro erhalten die Organisationen Qualifizierungsmaßnahmen und werden durch erfahrene Trainer:innen und Coaches beratend begleitet.

Bildungsturbo ermöglicht den geförderten Organisationen, ihre Fortbildungsprogramme im Bereich Engagement und Ehrenamt qualitativ maßgeblich weiterzuentwickeln sowie durch die Kooperation untereinander und mit der DSEE neue, bislang nicht berücksichtigte Zielgruppen zu erschließen und das Angebot so zu verstetigen.

Mit den jetzt aufgelegten Programmen kommen wir den uns gegenüber immer wieder geäußerten Bedarfen entgegen. Wir sind überzeugt, mit unseren Angeboten zur Stärkung von ehrenamtlichen Strukturen, gerade in strukturschwachen und ländlichen Räumen einen wichtigen Beitrag zu leisten.”

Außerdem wird die Stiftung im Rahmen des Aktionsprogramms der Bundesregierung „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche” in den kommenden Wochen neue Unterstützungsangebote auflegen, um Vereine und Organisationen bei Ihrer wichtigen Arbeit vor Ort zu unterstützen.

„Engagement stiftet in vielen Fällen auch Zukunftsmut. Nach vielen Monaten des Verzichts wollen wir als Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt vor allem Projekte für und mit jungen Menschen unterstützen. Gerade Kinder und Jugendliche haben in der Pandemie wahre Größe gezeigt, jetzt heißt es Danke sagen und Neues Ermöglichen.“

Drachenbootclub Zuarin e.V. Schwerin

Sportbegeisterte Schweriner gründeten den Drachenbootclub Zuarin e.V. 2001, nachdem sie bereits seit 1996 zusammen trainiert hatten.

Seither hat sich der Verein stetig weiterentwickelt und die Mitglieder konnten zahlreiche sportliche Erfolge feiern.  Einige Vereinsmitglieder qualifizierten sich in ihren Altersklassen sogar für die Nationalmannschaft. 2021 feiert der Drachenbootclub Zuarin e.V. gleich zwei Jubiläen: das 25-jährige Bestehen als Drachenbootmannschaft und das 20-jähriges Vereinsbestehen.

Ansprechpartner

Dr. Mario Schulz
Leiter Kommunikation

03981 21743-04

mario.schulz@d-s-e-e.de

Pressebilder

Die Fotos stehen für die redaktionelle Nutzung kostenfrei unter Nennung des Copyrights (© Uwe Nölke) zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den drei neuen Programmen

Bildungsturbo

Gemeinsam für Engagement und Ehrenamt – vernetzt strukturschwache ländliche Räume stärken

Gemeinsam für Engagement und Ehrenamt – vernetzt strukturschwache ländliche Räume stärken

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) startet mit „Engagiertes Land“ ein neues Programm zur Stärkung von Netzwerken für Engagement und Ehrenamt in strukturschwachen ländlichen Räumen. Interessierte Netzwerke können sich ab sofort bewerben. 

  • „Engagiertes Land“ stärkt sektorübergreifende Netzwerke für Engagement, Ehrenamt und Beteiligung in strukturschwachen Orten mit bis zu 10.000 Einwohner:innen.
  • Die Pilotphase startet am 1. Oktober 2021 mit bis zu 20 Netzwerken.
  • Beteiligte Initiativen erhalten ein Umsetzungsbudget von bis zu 20.000 Euro pro Jahr.
  • Interessierte Netzwerke können sich bis 25. Juli 2021 bewerben.

Neustrelitz, 28. Juni. Ehrenamt und Bürgerschaftliches Engagement sind auf dem Land allgegenwärtig. Die Menschen vor Ort engagieren sich in unzähligen Vereinen und Initiativen. Sie gestalten gemeinsam ihre Heimat und machen so das Leben im ländlichen Raum noch lebenswerter. Wo verschiedene Vereine und Initiativen mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft in Netzwerken zusammenarbeiten, entstehen gemeinsame Ideen und werden Kräfte für deren Umsetzung gebündelt. Hier setzt das neue Programm „Engagiertes Land“ der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt an.

Engagiertes Land: Im Netzwerk mehr erreichen

Das Programm „Engagiertes Land“ fördert sektorübergreifende Netzwerke für Engagement und Beteiligung in strukturschwachen ländlichen Dörfern, Kleinstädten und Gemeinden mit bis zu 10.000 Einwohner:innen.

Interessierte Engagement-Netzwerke und Organisationen, die gemeinsam ein Netzwerk gründen möchten, können bis zum 25. Juli 2021 ihre Interessensbekundung für das Programm einreichen. Eine Auswahlkommission wählt dann 20 Netzwerke aus und fordert sie zur Antragstellung für die Pilotphase auf. Das Programm „Engagiertes Land“ lebt von der aktiven Beteiligung der teilnehmenden Engagement-Netzwerke. Wichtig ist daher, dass alle Teilnehmenden Interesse an Erfahrungs- und Wissensaustausch haben und das Programm gemeinsam mit der DSEE entwickeln möchten. Zudem müssen mindestens drei Organisationen die Interessensbekundung tragen und die kommunale Verwaltung sollte in das Netzwerk eingebunden sein.

Das Angebot: Dorf-Werkstätten, Prozessbegleitung, Austausch und gemeinsames Lernen

„Engagiertes Land“ unterstützt die Entwicklung von Netzwerken vor Ort durch passgenaue Begleitung. Im Rahmen von Dorf-Werkstätten des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung werden gemeinsam Informationen über die beteiligten Orte gesammelt und lokale Ressourcen aufgespürt. Die Ergebnisse helfen später dabei, konkrete Projekte so fundiert vorzubereiten, dass sie gezielt umgesetzt werden können. Um gemeinsames Lernen und Ideenaustausch zu ermöglichen, bringt „Engagiertes Land“ die beteiligten Netzwerke regelmäßig zusammen. Außerdem profitieren alle Projektteilnehmer:innen vom Austausch mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt und ihren Partner:innen. Externe Prozessbegleitung und eine Qualifizierungsreihe zu den Themen Netzwerkarbeit und Kooperation runden das Angebot ab. Darüber hinaus erhalten die am Programm beteiligten Initiativen ein Umsetzungsbudget von bis zu 20.000 Euro pro Jahr.

„Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt will zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in ganz Deutschland beitragen. Dabei ist uns bewusst, dass wir eine derart komplexe Herausforderung nicht alleine bewältigen können. Es braucht die Ideen und die Kraft vieler Engagierter, um diese Mammutaufgabe zu stemmen. Mit unserem neuen Programm „Engagiertes Land“ setzen wir auf die enorme Innovationskraft von Netzwerken.“

„Mich persönlich beeindruckt immer wieder, mit wie viel Tatkraft und Kreativität die Menschen in ländlichen Räumen selbst organisiert eigene Strukturen aufbauen. Und das trotz oder gerade wegen der besonderen Herausforderungen in strukturschwachen und ländlichen Räumen. Mit dem Programm „Engagiertes Land“ wollen wir hier unterstützen und zu nachhaltigen, übertragbaren  Lösungen beitragen.“

Ansprechpartner

Dr. Mario Schulz
Leiter Kommunikation

03981 21743-04

mario.schulz@d-s-e-e.de

Weitere Informationen

Aktuelles zum Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“

Aktuelles zum Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“

Anfang Mai hat die Bundesregierung das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ beschlossen. Um Vereine und Initiativen vor Ort bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen, stehen der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt im Rahmen des Aktionsprogramms für die Jahre 2021/2022 zusätzlich 30 Millionen Euro zur Verfügung.

„Es ist eine Ehre dabei unterstützen zu dürfen und wir freuen uns, diese Mittel in den kommenden Wochen zur Verfügung stellen zu können“

Das ganze Interview mit Katarina Peranić, Vorständin der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, zum neuen Förderprogramm und der bald startenden Unterstützung im Bereich Kinder- und Jugendförderung finden Sie  auf StifterTV.

Interview Katarina Peranic Stifter TV

Mitgliedergewinnung

Mitgliedergewinnung

Nicht nur die letzten anderthalb Jahre stellten Vereine und Organisationen vor neue Herausforderungen, was die Mitglieder:innen-Gewinnung betrifft. Durch neue Medien ist es einfacher geworden Menschen zu erreichen, aber auch schwieriger sie langfristig zu binden.

Es müssen vielleicht auch neue Formen der Teilhabe gefunden werden. Wie kann ich Interessierte einfach in Projekte einbinden? Wie kann ich meine Aufgaben besser verteilen, damit sich auch Menschen mit wenig Zeit beteiligen können. Wie kann ich neue Medien einsetzen, damit Engagierte langfristig dabei bleiben und wie machen ich meine Angebote für alle Menschen zugänglich?

Unsere vierteilige Online-Seminarreihe gibt Orientierung für alle, die im Ehrenamt aktiv sind und für ihre Projekte eine langfristige zufriedene Zusammenarbeit ermöglichen möchten.

Die Reihe findet in Kooperation mit dem Sozialhelden e.V. statt.

Kommende Veranstaltungen

#DSEEerklärt Mitgliedergewinnung

DSEE erklärt Mitgiedergewinnung

Kontakt

Henning Baden
Leitung Service

03981 21743-40

henning.baden@d-s-e-e.de

Das 1×1 der Spendenquittungen – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Das 1×1 der Spendenquittung

Häufig werden Zuwendungen an gemeinnützige Vereine und Einrichtungen davon abhängig gemacht, dass der Empfänger eine Spendenquittung hierfür ausstellt. Das Wichtigste schon zu Beginn: Voraussetzung ist immer, dass es sich tatsächlich um eine Spende im Sinne des Steuerrechts handelt. Danach ist eine Spende eine freiwillige Zuwendung an eine gemeinnützige Einrichtung ohne Gegenleistung.

Antworten auf weitere wichtige Fragen finden Sie unten in unserer Übersicht.

Alle gemeinnützigen Einrichtungen dürfen für Zuwendungen eine Spendenquittung ausstellen. Die Berechtigung hierzu ergibt sich für Vereine aus dem Freistellungsbescheid des Finanzamts. Diesem kann entnommen werden, ob der Verein Spendenquittungen ausstellen darf und ob auch die Mitgliedsbeiträge einer Spende gleichgestellt und somit steuerlich abzugsfähig sind. Eine Spendenquittung darf ebenfalls von der Gemeinde- oder Stadtverwaltung ausgestellt werden, sofern sie die Zuwendung ausschließlich für gemeinnützige Zwecke einsetzt oder an eine gemeinnützige Einrichtung weitergibt. Spendenbescheinigungen dürfen weiterhin von politischen Parteien, Wählervereinigungen oder gemeinnützigen Stiftungen herausgegeben werden.

Damit das Finanzamt eine Spende steuerlich anerkennt, verlangt es grundsätzlich eine Spendenbescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster. Hierzu hat die Finanzverwaltung je nach Art der Zuwendung und des Spendenempfängers verschiedene Vordrucke aufgelegt, die unter anderem von der Homepage des Bundesfinanzministeriums heruntergeladen werden können.

Nein. Bis zu einem Betrag von 300 Euro genügt es, dass der Spender dem Finanzamt zum Nachweis eine Kopie des Kontoauszugs vorlegt, sofern daraus bzw. aus ergänzenden Unterlagen ersichtlich ist, dass es sich um die Zuwendung an eine gemeinnützige Einrichtung handelt.  

Eine Spende liegt nur dann vor, wenn der Zuwendende keine Gegenleistung erhält. Diese kann darin bestehen, dass er im Stadion ein Werbeplakat aufhängen darf oder in einer Vereinszeitschrift ein Inserat für ihn geschaltet wird. In diesem Fall darf der Betreffende keine Spendenquittung erhalten, aber eine Rechnung für die Werbeleistung, die er als Unternehmer dann steuerlich evtl. als Betriebsausgabe geltend machen kann (Sponsoring). Eine Gegenleistung, die eine Spendenquittung ausschließt, liegt auch vor, falls der Zahlende (sportliche) Einrichtungen oder Sportgeräte des Vereins nutzen darf.   

Beim Sponsoring erhält der Betroffene eine Gegenleistung in Form von Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit für sein Unternehmen. Beispiele hierfür sind die Banden- oder Trikotwerbung im oder sogar die Benennung eines Stadions nach dem Geldgeber („…-Arena“). Der Sponsor erhält hierfür vom Verein eine Rechnung, die er als Betriebsausgabe absetzen kann. Das Sponsoring gehört beim Verein in der Regel zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und unterliegt der Umsatzsteuer.

Für Sachspenden können gemeinnützige Einrichtungen ebenfalls eine Spendenquittung ausstellen. In dieser sind allerdings alle zugewendeten Gegenstände und deren Wert einzeln aufzuführen. Es genügt grundsätzlich nicht, dass auf der Spendenquittung lediglich „mehrere Möbelteile“ oder „ein Karton Spielwaren“ genannt sind. Der Wert der überlassenen Gegenstände ist realistisch anzusetzen und soll dem aktuellen Einkaufspreis entsprechen, den der Spender für den Erwerb der neuen oder gebrauchten Gegenstände zum Zeitpunkt der Spende aufwenden müsste.

Beispiel: Ein Möbelhaus überlässt einem Verein Tische und Stühle aus seiner Ausstellung. Als Wert ist grundsätzlich der Einkaufspreis des Händlers anzusetzen.

Beispiel: Eine Privatperson schenkt dem Verein gebrauchte Möbel. Zur Ermittlung der Spendenhöhe ist zu schätzen, zu welchem Preis die einzelnen Teile an Dritte verkauft werden könnten, eventuell durch einen Preisvergleich mit Angeboten auf Online-Verkaufsportalen.

Sofern Unternehmer eine kostenlose Dienstleistung erbringen oder einem Verein beispielsweise eine Baumaschine mietfrei zur Verfügung stellen, handelt es sich hierbei um Leistungsspenden, für die grundsätzlich keine Spendenquittungen ausgestellt werden dürfen. Gleiches gilt, wenn Vereinsmitglieder kostenfrei für den Verein arbeiten.

In einigen Geschäftsordnungen oder anderen Regelwerken eines Vereins ist der Ersatz/die Erstattung von Aufwendungen oder Reisekosten für Vereinsmitglieder vorgesehen. Bei einem Verzicht darauf können sie für den ihnen zustehenden Betrag eine Spendenquittung erhalten.

Beispiel: Ein Sportleiter besucht einen Lehrgang beim Landessportbund und hat nach der Reisekostenordnung des Vereins Anspruch auf Ersatz der Fahrtkosten. Er reicht hierzu eine ordnungsgemäße Reisekostenabrechnung ein und erklärt den Verzicht. Der Verein darf ihm eine Spendenquittung ausstellen.

Dies gilt allerdings nur, soweit der Anspruch auf Aufwendungsersatz ernsthaft vereinbart und gewollt ist und das betroffene Vereinsmitglied tatsächlich einen durchsetzbaren Anspruch besitzt. Insbesondere muss der Verein auch tatsächlich über die Mittel verfügen, um die zugesagten Zahlungen leisten zu können. Ist dagegen eine Auszahlung an das Vereinsmitglied nicht ernsthaft gewollt, ist auch das Ausstellen einer Spendenquittung ausgeschlossen.

Beispiel: Nach der Geschäftsordnung hat der Vorsitzende Anspruch auf eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 800 Euro monatlich. Der Verein verfügt jedoch nicht über die hierfür erforderlichen Mittel. Die Aufwandsentschädigung wird schon seit Jahren nicht ausgezahlt. Stattdessen erhält der Vorsitzende jährlich eine Spendenquittung über 9.600 Euro. Dies ist unzulässig, da der Vorsitzende keinen ernsthaft gewollten Anspruch hat, auf den er verzichtet. Erhält er trotzdem einen entsprechenden Beleg, besteht das Risiko, dass er die Aufwandsentschädigung versteuern und der Verein Lohnsteuer einbehalten muss, da der Betrag der steuerfreien Ehrenamtspauschale überschritten wurde.