Presseinformation
Schenderlein: „Erfolgsgeschichte der DSEE fortschreiben“
Staatsministerin übernimmt Vorsitz des Stiftungsrates der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE)
Berlin – Der Stiftungsrat der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) hat heute zum ersten Mal unter dem Vorsitz der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein, im Bundeskanzleramt getagt. Die Staatsministerin hat den ständigen Vorsitz in diesem Gremium durch Organisationserlass des Bundeskanzlers und eine Änderung am DSEE-Gesetz zum 2. April 2026 übernommen.
Der Stiftungsrat besteht aus insgesamt 22 Mitgliedern, davon zehn Vertreter und Vertreterinnen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Zusammensetzung des Stiftungsrats spiegelt die Vielfalt des bürgerschaftlichen Engagements und Ehrenamts in Deutschland wider und bindet neben der Bundesregierung den Deutschen Bundestag, die Bundesländer und die Kommunen in die Stiftungsarbeit ein.
Zu diesem Anlass erklärt die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein:
„Die Stiftung hat sich in kürzester Zeit zu einem sehr verlässlichen Partner für die freiwillig Engagierten in unserem Land entwickelt. Die Vielfalt der unterschiedlichen Perspektiven, die in diesem Gremium vertreten sind, und der unermüdliche Einsatz des Teams rund um den Vorstand sind die Garanten dafür. Es ist mir deshalb eine Ehre, den Vorsitz im Stiftungsrat zu übernehmen. Wir wollen die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft, den Bundesländern und der Wirtschaft ausbauen, eine spürbare Entlastung von unnötigen bürokratischen Aufgaben für die Engagierten erreichen und den Fokus auf Nachwuchsgewinnung vor allem im ländlichen und strukturschwachen Raum legen. Ich bin überzeugt davon, dass wir so die noch junge Erfolgsgeschichte der Stiftung fortschreiben werden, um Engagement und Ehrenamt im gesamten Land zu fördern und zu stärken.“
Jan Holze, Vorstand der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, sagt:
„Ich gratuliere Dr. Christiane Schenderlein herzlich zur Übernahme des Vorsitzes im Stiftungsrat und freue mich auf die enge Zusammenarbeit. Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt lebt von starken Partnerschaften zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Zivilgesellschaft. Gemeinsam ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, das Engagement in Deutschland spürbar zu stärken und sichtbarer zu machen. Mit der neuen Vorsitzenden im Stiftungsrat wollen wir diesen Weg konsequent weitergehen: Wir werden unsere Unterstützungsangebote insbesondere für Engagierte in ländlichen und strukturschwachen Regionen bedarfsorientiert weiter ausbauen, bürokratische Hürden weiter abbauen und gezielt die Gewinnung junger Menschen für das Ehrenamt voranbringen. Die DSEE steht bereit, ihre Erfolgsgeschichte gemeinsam mit allen Partnern engagiert fortzuschreiben.“
Hintergrund:
Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) hat im Juli 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Sie wurde als gemeinsames Vorhaben des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), des Bundesministeriums des Innern (BMI) sowie des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gegründet. Sie war ein zentrales Ergebnis der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ und soll insbesondere in strukturschwachen und ländlichen Regionen Engagement und Ehrenamt sinnvoll und nachhaltig unterstützen. Sitz der Stiftung ist Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern.
Im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit steht eine gezielte Unterstützung von Innovationen, Nachwuchsgewinnung, Digitalisierung und eine bessere Anerkennungskultur sowie die stetige Weiterbildung und Beratung von engagierten Menschen, um der Zivilgesellschaft zu helfen, sich zukunftssicherer und resilienter aufzustellen. Dafür erhält die Stiftung einen jährlichen Zuschuss aus dem Bundeshaushalt. Dieser beläuft sich derzeit auf 30 Millionen Euro und wird seit 2026 vom Bundeskanzleramt (20 Mio. Euro) und dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (10 Mio. Euro) bereitgestellt. Seit ihrer Gründung konnte die Stiftung bereits rund 20.000 Vereine, Organisationen und Initiativen mit etwa 143 Millionen Euro über eine Vielzahl von Förderprogrammen in unterschiedlichen Engagementbereichen und sehr vielen fachspezifischen Service- sowie Fortbildungsangeboten niedrigschwellig unterstützen.
Eine externe Evaluierung der Stiftung aus dem Jahr 2025 bestätigte, dass die Vielfalt der Angebote und das stetig fortentwickelte Portfolio der Stiftung sich als ein großer Vorteil für die Wirksamkeit der Stiftung erwiesen habe. Hervorzuheben sind die Experimentierfreude und die Fähigkeit der Stiftung, schnell auf Krisen reagieren zu können. Durch die Gründung der Stiftung hat das freiwillige Engagement an Sichtbarkeit du Profil gewonnen.
Auf der Sitzung des Stiftungsrates am 16. April hat der Vorstand der Stiftung den Tätigkeitsbericht von 2025 vorgestellt und einen Ausblick auf die nächsten Umsetzungsschritte des Arbeitsprogramms für dieses Jahr gegeben. Zudem wurde u.a. die Neukonzipierung der beratenden Fachbeiräte für den Stiftungsrat beschlossen.
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