Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2020 als zentrale Anlaufstelle auf Bundesebene für freiwilliges und bürgerschaftliches Engagement etabliert. Die Bundesregierung zieht nach der aktuellen Evaluierung ein insgesamt sehr positives Fazit: Die DSEE hat wesentlich dazu beigetragen, das Engagement in Deutschland sichtbarer, vernetzter und wirksamer zu machen. Mit ihrem breiten Portfolio aus Service-, Beratungs- und Qualifizierungsangeboten sowie Förderprogrammen stärkt sie die Vielfalt und Innovationskraft des Ehrenamts und legt dabei einen besonderen Fokus auf die ländlichen und strukturschwachen Räume.
Damit leistet die DSEE einen zentralen Beitrag zur Umsetzung der Engagementstrategie des Bundes (2024), die auf eine „Kultur der Ermöglichung“ zielt und den Abbau struktureller Hürden, die Stärkung von Teilhabe sowie die Anerkennung von Vielfalt als Kernziele definiert.
Die Evaluierung unterstreicht zugleich, dass die Stiftung über ein großes Entwicklungspotenzial verfügt. Zentrale Herausforderungen liegen in der stärkeren Bearbeitung von Querschnittsthemen zur Entlastung von Unterstützungsstrukturen, etwa durch eine stärkere Bereitstellung von Informationsmaterial für Engagierte, im vertieften Austausch mit diesen Strukturen sowie in der Fokussierung und strategischen Weiterentwicklung der Angebote, um bisher weniger erreichten Zielgruppen stärker mit den Angeboten der DSEE zu erreichen. Damit greift die DSEE das strategische Ziel „Teilhabe ermöglichen“ der Engagementstrategie auf, indem sie Vielfalt fördert und neue Zugänge für bisher unterrepräsentierte Gruppen schafft.
Darüber hinaus gilt es, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft auszubauen und die Rolle der DSEE als Schnittstelle zwischen Politik und Engagement weiter zu stärken.
Diese Schnittstellenfunktion trägt zur Umsetzung des Leitgedankens der Engagementstrategie bei, wonach Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Dialog auf Augenhöhe gemeinsam Verantwortung für die Engagementförderung übernehmen sollen.
Die Arbeit der Stiftung zeigt, dass Engagementförderung dann besonders erfolgreich ist, wenn staatliche Unterstützung unbürokratisch, praxisnah und partnerschaftlich erfolgt. Besonders in Krisenzeiten hat die DSEE ihre Handlungsfähigkeit und Anpassungsbereitschaft unter Beweis gestellt und sich als verlässliche Partnerin für die Zivilgesellschaft erwiesen.
Im Jahr 2026 wird die DSEE diesen Weg konsequent fortsetzen. Nach einer Phase der Konsolidierung und Skalierung steht nun die strategische Vernetzung und Weiterentwicklung der Partnerorganisationen im Mittelpunkt. Ziel ist es, Kompetenzen und Erfahrungen zu bündeln, den Bürokratieabbau voranzubringen und Innovationen dauerhaft zu fördern.
Künftig sollen dabei auch digitale Innovationen stärker berücksichtigt werden – im Sinne des strategischen Ziels „Digitale Transformation begleiten“, um die Zivilgesellschaft in ihrer digitalen Entwicklung zu unterstützen.
Kernbereiche wie Anerkennungskultur, Bildung und Beratung, Kleinprojekteförderung bleiben zentrale Bestandteile des Arbeitsprogramms 2026. Die Stärkung von Engagement und Ehrenamt in ländlichen und strukturschwachen Räumen bleibt eine Querschnittsaufgabe der DSEE. Damit setzt die DSEE Impulse für eine lebendige, resiliente und zukunftsorientierte Engagementlandschaft, in der Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die DSEE versteht sich dabei nicht nur als Förderin einzelner Projekte, sondern als Impulsgeberin für eine lebendige, resiliente und strategisch evaluierte Engagement-Gemeinschaft in Deutschland und darüber hinaus.